Entwicklung eines multimodalen Logistikprogramms für Lithiumbatterien über vier Länder hinweg
Röhlig kombinierte technische Machbarkeitsplanung mit koordinierter Umsetzung per Straße, Luft und See für einen Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien. Eine komplexe Straßenbeförderung wurde zur Grundlage für ein umfassenderes internationales Logistikprogramm. Nach Prüfung des Handlingkonzepts für übergroße Lithiumbatterie-Ausrüstung empfahl Röhlig eine Flat-Rack- und Kranlösung anstelle der vorgeschlagenen Reefer- und Slip-Sheet-Methode. Anschließend brachte das Team spezialisierte Dienstleister und Röhlig Kolleginnen und Kollegen im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Australien und Kanada in einem gemeinsamen operativen Plan zusammen.
Projekt-Highlights
| Branche | Industrietechnologie, Lithium-Ionen-Batterien |
|---|---|
| Ursprung | Vereinigtes Königreich |
| Ziel | Kanada |
| Transportmodi | Landverkehr, Luftfracht, Seefracht |
| Beteiligte Teams | Vereinigtes Königreich, Deutschland, Australien und Kanada |
| Zusätzliche Leistungen | Machbarkeitsprüfung, Onboarding, Koordination der Verpackung, Kranhandling, Verzurrung, Vor-Ort-Überwachung und Sendungsverfolgung |
| Fracht | Batteriepack und Energiesystemkomponenten |
| Bestätigte Gewichte | Luftimport: 1.158 kg; Seefracht-Einheiten: 7,7 t Haupteinheit plus 400 kg Begleitkiste |
| Abmessungen der Haupteinheit | Ca. 4,4 m × 2,0 m × 2,9 m |
Projektübersicht
Der Hersteller benötigte eine operative Methode für übergroße Energiesystemausrüstung, spezielle Beladung und mehrere internationale Transportarten. Die unmittelbare Aufgabe war ein Straßentransport vom Vereinigten Königreich nach Deutschland. Der Umfang wurde anschließend um einen Luftimport von 1.158 kg von Australien in das Vereinigte Königreich sowie Seefracht-Einheiten vom Vereinigten Königreich nach Kanada erweitert.
Röhlig verband technische Handlingentscheidungen, Lieferantenbereitschaft, Länderteams und Sendungstransparenz in einem gemeinsamen operativen Plan, gestützt auf die Kompetenzen in Projektlogistik und Logistik für erneuerbare Energien.
Die Herausforderung
Die Komplexität lag an der Schnittstelle zwischen Engineering und Transport: übergroße Ausrüstung, spezieller Zugang und ein ursprünglicher Handlingvorschlag, der vor der Umsetzung geprüft werden musste.
- Die vorgeschlagene Reefer- und Slip-Sheet-Methode brachte vermeidbare Handlingkomplexität und operatives Risiko für die übergroße Ausrüstung mit sich.
- Verpackung, Kranarbeiten, Verzurrung, Straßentransport und Handling am Zielort mussten als eine zusammenhängende Abfolge koordiniert werden, nicht als separate Buchungen.
- Aktivitäten in vier Ländern erforderten konsistentes Onboarding, klare Übergaben und transparente Abläufe, wobei abgeschlossene und bestätigte Arbeitsschritte eindeutig voneinander getrennt bleiben mussten.
Die Lösung
Neugestaltung des Handlingkonzepts
Röhlig begann mit einer Machbarkeitsprüfung der Fracht, der Zugangsbedingungen und der vorgeschlagenen Belademethode. Das Team empfahl Flat-Rack- und Kranhandling anstelle des Reefer- und Slip-Sheet-Konzepts. Dadurch konnte der Hebe- und Sicherungsplan an den tatsächlichen Abmessungen und dem operativen Umfeld der Fracht ausgerichtet werden.
Zusammenführung des Spezialistennetzwerks
Röhlig koordinierte das Verpackungsunternehmen, den Krananbieter, Verzurrspezialisten, den Straßentransportunternehmer und das Zielteam. Ausrüstung und Dienstleister wurden vor der Beladung abgestimmt, Zugangs- und Positionierungsanforderungen anhand der Fracht geprüft, und mehr als zehn Stunden Vor-Ort-Überwachung unterstützten eine kontrollierte Umsetzung.
Ein grenzüberschreitender operativer Plan
Strukturiertes Onboarding und historische Routendaten halfen den beteiligten Teams, auf Basis eines gemeinsamen operativen Bildes zu arbeiten. Das Vereinigte Königreich und Deutschland unterstützten den abgeschlossenen Straßentransport; Australien und das Vereinigte Königreich koordinierten den bestätigten Luftimport von 1.158 kg; und das Vereinigte Königreich und Kanada unterstützten den Seefrachtumfang für die 7,7 t schwere Haupteinheit und die 400 kg schwere Begleitkiste.
Passende Transportarten und Sichtbarkeitstools für jede Sendung
Das Programm nutzte Straßen-, Luft- und Seefracht entsprechend den Anforderungen von Fracht und Route. Röhligs Luftfracht und Seefracht wurden mit dem Projekthandlingplan koordiniert, während zwei Tracker zusätzliche Sendungsübersicht boten.
Das Ergebnis
Der erste Straßentransport wurde erfolgreich abgeschlossen und entladen. Noch wichtiger: Die technische Beratung vor dem Transport reduzierte Handlingrisiken und schuf eine praxistaugliche Methode, die bei erweitertem Bedarf des Kunden erneut eingesetzt werden konnte.
- Ein abgeschlossener Straßentransport vom Vereinigten Königreich nach Deutschland, einschließlich erfolgreicher Entladung.
- Ein bestätigter Luftimport von 1.158 kg von Australien in das Vereinigte Königreich sowie ein Seefrachtumfang vom Vereinigten Königreich nach Kanada mit einer 7,7 t schweren Haupteinheit und einer 400 kg schweren Begleitkiste.
- Ein operativer Plan, der Ursprung, Ziel und spezialisierte Dienstleister über vier Länder hinweg verband.
- Eine dokumentierte Basis aus Abmessungen, Fotos, Meilensteinen und Handlingentscheidungen für zukünftige Planung und regionale Wiederverwendung.
Fragen und Antworten
Wie plant man Logistik für übergroße Lithiumbatterie-Ausrüstung?
Die Planung beginnt mit verifizierten Frachtabmessungen und Gewichten, Route und Standortzugang, der Hebe- und Sicherungsmethode sowie möglichen Anforderungen für Gefahrgut. Anschließend sollten Transportart und Ausrüstung auf dieser Grundlage ausgewählt werden, wobei Verpackungs-, Kran-, Verzurr- und Zielpartner bereits vor Beginn der Beladung eingebunden werden.
Warum empfahl Röhlig für dieses Projekt Flat-Rack- und Kranhandling?
Die Machbarkeitsprüfung ergab, dass Flat-Rack- und Kranhandling besser für die übergroße Ausrüstung geeignet war als die vorgeschlagene Reefer- und Slip-Sheet-Methode. Dadurch wurde vermeidbare Handlingkomplexität reduziert und der Hebe- und Ladungssicherungsplan konnte an den tatsächlichen Abmessungen der Einheit ausgerichtet werden. Die richtige Methode hängt immer von Fracht, Route und Standortbedingungen ab.
Wie kann Sichtbarkeit in einem multimodalen, länderübergreifenden Logistikprogramm sichergestellt werden?
Ein gemeinsamer operativer Plan mit klaren Verantwortlichkeiten, gemeinsamen Meilensteinen und strukturierten Übergaben zwischen Ursprung, Ziel und spezialisierten Dienstleistern ist entscheidend. In diesem Programm unterstützten historische Routendaten, koordiniertes Onboarding, Vor-Ort-Überwachung und zwei Tracker die Übersicht über Straßen-, Luft- und Seefrachtumfang.
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