Drei Röhlig-Mitarbeiter diskutieren Karrierepfade, kulturelle Diversität und ihre Erfahrungen mit dem Logistik-Management-Trainee-Programm bei Röhlig

Tawanda Chataika, Ndeshi Vatilifa und Rogério Vianna haben bei Röhlig Logistics ein Management-Trainee-Programm absolviert. Heute arbeiten sie an verschiedenen Standorten im weltweiten Röhlig-Netzwerk – keiner von ihnen in seinem Heimatland. Im Interview erzählen sie, was das Trainee-Programm für sie persönlich bedeutet.


Warum haben Sie sich als Logistik-Trainee bei Röhlig beworben?

Rogério Vianna: Am Ende meines Masterstudiums in Australien sprang mir eine Anzeige für das Logistik-Management-Trainee-Programm bei Röhlig Australien ins Auge. Ich bewarb mich und arbeitete zunächst ein Jahr lang bei Röhlig Australien im Bereich Operations. Besonders spannend fand ich das Thema kulturelle Vielfalt in einem weltweit operierenden Unternehmen.

Ndeshi Vatilifa: Ich war auf der Suche nach einem Unternehmen mit Fokus auf Logistik und Finanzen, als ich ein Duales Masterstudium „Global Management & Governance“an der Hamburg School of Business Administration absolvierte. Gestartet bin ich dann als Logistik-Management Trainee in der Seefracht-Abteilung bei Röhlig Deutschland in Hamburg.

Tawanda Chataika:   Bei mir war es so, dass die HR-Abteilung von Röhlig Logistics das Unternehmen in einem meiner Kurse vorstellte. Das war innerhalb des International-Logistics-Management-Studiengangs an der Jacobs University, Bremen. Im Anschluss an meine Zeit an der Jacobs University in Bremen – die mit Studenten aus mehr als 80 Ländern besonders international ist – fand ich das sehr spannend.

Ich war neugierig, wie Internationalität in einem Unternehmen funktionieren kann.

Tawanda Chataika


Welche Themen gab es im Trainee-Programm?

Rogério Vianna: Logistik-Trainees haben bei Röhlig die Möglichkeit, in unterschiedlichen Bereichen zu arbeiten. Operations ist natürlich ein verpflichtender Block, weil es die Grundlage für alle logistischen Abläufe ist. Im Laufe des Programms können Trainees dann aber zusätzliche Module nach eigenen Interessen auswählen. Ich war neben dem Konzern-Controlling und Verkauf auch in der Unternehmenskommunikation, weil es mich persönlich sehr interessiert.

Tawanda Chataika: Ich habe im Customer-Relationship-Management angefangen, wo ich als Analyst für Marktinformationen arbeitete.


In welchen Ländern haben Sie die verschiedenen Stationen des Programms absolviert?

Rogério Vianna: Mein Training begann in Australien, anschließend folgte ein Jahr in der Unternehmenszentrale in Bremen, Deutschland. Dann wechselte ich ins UK-Headquarter nach Birmingham, bevor es weiter nach London ging. Das ergab sich eher zufällig: Einer unserer Kunden brauchte Unterstützung und ich arbeitete einige Tage in der Woche als Externer in seinem Büro mit. Seitdem bin ich in London.

Tawanda Chataika: Ich begann mein Management-Trainee-Programm im Headquarter Bremen im CRM-Team. Dabei hatte ich Kontakt zu vielen Niederlassungen auf der ganzen Welt. Als ich den nächsten Standort wählen sollte, entschied ich mich dafür, bei Röhlig USA im Pricing Team zu arbeiten. Von hier aus ergaben sich weitere Möglichkeiten und heute arbeite ich als Einkaufsleiter in Chicago.

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Röhlig als Arbeitgeber – was ist charakteristisch für das Unternehmen?

Ndeshi Vatilifa: Die Welt der Logistik ist sehr international, die meisten Prozesse laufen auf Englisch ab. Das macht es natürlich einfacher für internationale Mitarbeiter. Die Kollegen und Kolleginnen sind wirklich nett und haben mich sehr unterstützt. Es war von Anfang an sehr praxisorientiert.
 

Die Welt der Logistik ist sehr international, die meisten Prozesse laufen auf Englisch ab.


Tawanda Chataika: Viele internationale Mitarbeiter zu haben, fördert die Motivation und auch Innovationen. Mitarbeiter suchen immer neue Wege und treiben Projekte aktiv voran. Wir haben einen kontinuierlichen Strom von Ideen auf allen Ebenen des Unternehmens. Das hilft uns, unseren Service jeden Tag ein bisschen zu verbessern.

Rogério Vianna: Am Firmensitz in Bremen ist es besonders international. Das Arbeitsumfeld ist sehr positiv und dynamisch. Hier arbeiten Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund – und das auf allen Ebenen. Die lokalen Niederlassungen sind in dieser Hinsicht etwas homogener, weil sie sich auf ihren jeweiligen Markt konzentrieren.

Tawanda Chataika: Alle Management-Ebenen sind zugänglich und offen für sämtliche Mitarbeiter. Das ist für mich ein wesentliches Merkmal von Röhlig als Unternehmen. Sie sind immer zu einem Gespräch und Austausch bereit. Neue Ideen fließen sehr frei und dynamisch. Lösungen finden wir so oft auch sehr schnell und manchmal unkonventionell.

Diversity Preis Bremen: Röhlig wurde für die kulturelle Vielfalt im Unternehmen ausgezeichnet

Im Jahr 2014 erhielt Röhlig den Diversity-Preis Bremen. Verschiedene Unternehmen und soziale Institutionen vergeben den Preis jährlich gemeinsam und würdigen damit Organisationen, die Vielfalt fördern: produktive Zusammenarbeit von Jungen und Erfahrenen, die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Gestaltung kultureller Vielfalt, die Schaffung von Chancengleichheit, die Einbeziehung von Menschen mit besonderer Befähigung sowie Diversity und Digitalisierung.

Röhlig wurde ausgezeichnet für den hohen Stellenwert von Vielfalt in der Unternehmenskultur, für das bewusste Streben nach kultureller Vielfalt der Mitarbeiter, für das vorbildliche internationale Nachwuchsförderprogramm, für die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen und für die Etablierung eines ausgewogenen Geschlechterprofils. Die Jury würdigte Röhlig in diesem Bereich als ermutigendes Beispiel für andere mittelständische Unternehmen.


Die Arbeit im Ausland hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, mit Menschen von unterschiedlichem kulturellem Hintergrund umzugehen. Davon habe ich bei meinem ersten Einsatz als externer Mitarbeiter bei einem Kunden sehr profitiert. Privat natürlich auch.

Rogério Vianna

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Was ist Ihre wichtigste Erfahrung aus dem Traineeship?

Rogério Vianna: Ich habe viele Menschen aus der ganzen Welt an einem Ort getroffen. Und ich habe dabei viel von dem Zusammentreffen mit anderen Kulturen gelernt. Das nehme ich definitiv aus meiner Zeit im Bremer Headquarter mit.

Tawanda Chataika: Ich konnte mich jederzeit an meinen Betreuer wenden, wenn ich Fragen oder Probleme hatte, sowohl, was die Arbeit anging, als auch bei Fragen über das Leben in einem für mich fremden Land. Dadurch fiel es mir leichter, mich zu integrieren. In Bremen gab es außerdem regelmäßige Aktivitäten der Kollegen nach Feierabend. Das brachte uns näher zusammen und hat sich sowohl auf beruflichem wie persönlichem Level positiv ausgewirkt.

Ndeshi Vatilifa: Die Welt, in der wir leben, ist sehr global. In meiner jetzigen Position reise ich zum Beispiel viel. Eine offene Haltung und Verständnis für andere Kulturen,  helfen dabei, Menschen und Abläufe besser zu verstehen. Diese Fähigkeiten konnte ich im Management-Trainee-Programm weiterentwickeln.


Rogério Vianna: Ich habe meine Zeit in Bremen sehr genossen. Bremen ist eine schöne Stadt – sehr charmant und gemütlich. Da ich in einer großen Stadt aufgewachsen bin, war es manchmal fast ein bisschen zu ruhig für mich (lacht). Aber ein Kontrastprogramm zeigt einem sehr viel über die eigene Persönlichkeit. Das Thema Personal Growth ist für mich in dieser Zeit sehr wichtig geworden.

Ndeshi Vatilifa: In Europa und in Amerika zu leben und zu arbeiten, gab und gibt mir die wunderbare Gelegenheit zu erleben, wie Europäer und Amerikaner das Leben gestalten. Ich bin vielen tollen Menschen begegnet und habe gelernt, unvoreingenommen durchs Leben zu gehen. Jeder Ort und jede Person erzählt besondere Geschichten. Man weiß nie, was man als Nächstes lernt. Das ist doch toll.

Tawanda Chataika: Ich erinnere mich gern an die Zeit bei Röhlig in Bremen. Ich kannte die Stadt schon durch meine Studienzeit an der Jacobs University. Als ich bei Röhlig zu arbeiten begann, war der Übergang deshalb ziemlich reibungslos, denn ich war ja schon mit Land und Sprache vertraut. Meine Kollegen in Bremen haben mich zudem sehr unterstützt. Das hat den Start viel einfacher gemacht, als ich erwartet hatte.

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Wie hat Röhlig Sie als Logistik-Trainee unterstützt?

Rogério Vianna: Während des Trainee-Programms wurden wir ganz praktisch unterstützt, das Unternehmen bezahlte etwa Flüge oder im ersten Monat die Unterbringung an einem neuen Ort, bis wir eine Wohnung gefunden hatten. Daneben gab es auch Unterstützung durch feste Ansprechpartner für die Trainees. Sie haben sich darum gekümmert, dass es uns physisch und mental gut ging.

Ndeshi Vatilifa: Es war sehr hilfreich, einen Mentor im Hause zu haben, der mich unterstützt hat und der auch das Unternehmen sehr gut kannte. Für meine weiteren Einsätze im Unternehmen war das ein großer Vorteil, weil mein Mentor wusste, was ich mittelfristig gerne machen wollte.

Was haben Absolventen von einem MTP und internationalen Stationen?

Rogério Vianna: Die unterschiedlichen internationalen Stationen innerhalb des Traineeships sind eine wunderbare Erfahrung, um neue Orte, Kulturen und Menschen kennenzulernen – und eine riesige Chance für persönliches Wachstum. 

Tawanda Chataika: Aktuelle Teilnehmer und Ehemalige aus dem Management-Trainee-Programm bei Röhlig sind so etwas wie eine Familie innerhalb der Röhlig-Familie. Sie haben auch nach Abschluss des Programms immer die Unterstützung der Kollegen. Vom Netzwerk, das währenddessen entsteht, profitieren Mitarbeiter bei weiteren beruflichen Stationen innerhalb der Firma. Für junge Absolventen ist das ein perfekter Berufseinstieg, den ich nur empfehlen kann.

Ndeshi Vatilifa: International zu arbeiten ist eine große Chance, denn es bringt ganz unerwartete Herausforderungen mit sich, durch die wir lernen und wachsen. Unterschiedliche Kulturen zu erleben, stellt die Art und Weise, wie wir Dinge tun, infrage. Wenn wir die kulturelle Komponente verstehen, hilft uns das auch in der heutigen globalen Arbeit. Ich würde deshalb jedem raten, diese Chance zu ergreifen, denn dadurch erfahren wir, wo unsere Stärken wirklich liegen. Natürlich gehört auch Ausdauer dazu – aber es gibt einfach so viel zu entdecken.

International zu arbeiten ist eine große Chance, denn es bringt ganz unerwartete Herausforderungen mit sich, durch die wir lernen und wachsen.

 

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