Moderne Zeiten

1890 - 1960

Die Familientradition wurde fortgeführt, als die Röhlig-Brüder das Unternehmen an die nächste Generation weitergaben. 1913 wurde Karl Herwig, Oskar Röhligs Schwiegersohn, Gesellschafter und führte das Unternehmen durch schwierige Zeiten – und zu neuen Ufern.

Während das Unternehmen unter der neuen Leitung weiter wuchs, fanden in der Handels- und Geschäftswelt große Veränderungen statt. Die Geschäfte der Kunden vergrößerten sich und  die Frachtsendungen wurden immer komplexer. Karl Herwig war ein visionärer Pionier, der strategisch seinen Weg verfolgte: Er machte Röhlig zum privilegierten Partner für die Verladeunternehmen und die leistungsstarken Fabrikanten in ganz Deutschland. Das Seefrachtgeschäft zwischen Deutschland, den USA und Groß-Britannien wurde zum Kerngeschäft des Unternehmens. Doch der Erste Weltkrieg führte zu tiefgreifenden Veränderungen, in deren Folge die Geschäfte stagnierten.

Karl Herwig belebte nach dem Krieg die Beziehungen zu den Industriefabrikanten wieder und ermöglichte so, dass Röhlig Schritt für Schritt seine frühere Unternehmensstärke zurückgewinnen konnte – bis der Lauf der Geschichte zum wiederholten Male die Zukunftsperspektiven des Unternehmens zunichte machte: Der Zweite Weltkrieg zerstörte die Arbeit von drei Generationen. Doch durch harte Arbeit und gemeinsame Bemühungen sowie alte und neue Kontakte gelangte Röhlig wieder auf Erfolgskurs. Karl Herwig und sein Mit-Gesellschafter Adolph Backhus lenkten das Unternehmen durch die 50er und 60er Jahre, bevor sie es dann an die vierte Generation weitergaben.

1956 wurden die Söhne von Karl Herwig und Adolph Backhus, Oscar Herwig und Walther Backhus, als Gesellschafter aufgenommen, die gemeinsam mit Hans Schackow als weiterem Gesellschafter das Unternehmen leiteten. Zu diesem Zeitpunkt besaß Röhlig Niederlassungen, Büros und Agenturen auf dem gesamten Globus - von Europa bis nach Amerika, von Afrika bis in den Mittleren Osten.