Thursday 01. July, 2010

Röhlig steuert sicher durch die Wirtschaftskrise

In 2010 soll schon wieder das Niveau von 2008 erreicht werden

Bremen.  Der Bremer Logistikdienstleister Röhlig hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des Konjunktureinbruchs noch ein positives EBIT von 2,16 Mio. Euro (Vorjahr 8,19) erwirtschaftet. In Anbetracht eines um 13,3 Prozent gesunkenen Rohertrags waren hierzu aber erhebliche Anstrengungen auf der Kostenseite nötig.

“Bei einem Rückgang des Rohertrags um über 10 Mio. Euro standen wir vor der Frage, wie wir radikal die Kosten senken, ohne unser Stammpersonal abzubauen. Das ist in einem Dienstleistungsbetrieb nicht einfach, aber es ist uns ganz gut gelungen“ sagte Finanzchef Hans-Ludger Körner anlässlich der Vorlage der Zahlen.

In der Containerschifffahrt lag der Einbruch der Transportmengen auf allen großen Routen im Durchschnitt bei mehr als 15 Prozent, begleitet von einem dramatischen Verfall der Seefrachtraten. Die Frachtumsätze der IATA Fluglinien lagen im April 2009 um 33 Prozent unter denen des Vorjahres.

Mit einem Umsatzrückgang von 20 Prozent ist Röhlig noch glimpflich davongekommen. Um mit seinen weltweiten Niederlassungen sicher durch die Wirtschaftskrise zu steuern, entwickelte Röhlig im ersten Quartal 2009 für jede einzelne Tochtergesellschaft Krisenszenarien. Je nach Geschäftsverlauf wurden individuell pro Land die nötigen Optionen daraus gezogen, um die Kosten der veränderten Ertragssituation anzupassen.

„Unser Fokus lag im vergangenen Jahr auf der Erhaltung unserer Liquidität, der Vermeidung risikoreicher Geschäfte und der Intensivierung des Vertriebs“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Thomas W. Herwig seine Strategie.

Die auf Gewinn von Marktanteilen ausgerichtete Krisenstrategie von Röhlig zeigt bereits positive Auswirkungen: In den ersten fünf Monaten des Jahres 2010 stieg der Umsatz  um 33 Prozent. „Bei steigenden Roherträgen und gesunkenen Kosten konnte Röhlig im ersten Quartal 2010 ein deutlich positives Ergebnis erzielen“, freut sich Thomas W. Herwig und blickt zuversichtlich auf das fortlaufende Jahr. „Unter der Voraussetzung, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft weiter fortsetzt und nicht durch erneute Finanz- oder Währungskrisen gebremst wird, strebt Röhlig an, Ende 2010 bei Rohertrag und Gewinn wieder das Niveau von 2008 zu erreichen“, so Herwig weiter.

Röhlig ist ein transkontinental agierendes Logistikunternehmen mit Firmensitz in Bremen. Mit Niederlassungen in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika sowie der asiatisch/pazifischen Region erstreckt sich das Röhlig-Netzwerk über 29 Länder.