Sattler AG -
Benötigt einen Pool hoch spezialisierter Partner
Netzwerke
Spezialisten gefragt
Spezialisten können bestimmte Aufgaben besser erledigen als Generalisten. Deshalb werden einzelne Teile eines Projekts von denjenigen ausgeführt, die auf ihrem Gebiet die Besten sind. Diese Arbeitsteilung ist jedoch nur dann erfolgreich, wenn die Gesamtkoordination des Projekts in einer Hand liegt. Beispiel Sattler AG: Das Textilunternehmen hat Weiss-Röhlig USA mit der Exportabwicklung von Spezialtextilien für den nordamerikanischen Markt beauftragt – von der Fabrik in Österreich bis zum Händler in den USA. Mark Fitzgibbon von der Röhlig-Niederlassung in New Jersey dazu: „Über kontinentale Grenzen hinweg einen solch komplexen Logistikprozess zu managen, ist sehr aufwändig und erfordert ein hohes Maß an Erfahrung. Das Wichtigste aber ist ein Pool hoch spezialisierter Partner vor Ort.“ Die Teilaufgaben des Projekts hat die Röhlig-Tochter an lokale Unternehmen delegiert, die Experten auf den einzelnen Feldern sind: Diese Dienstleister managen das Lager- haus, übernehmen das Zuschnei- den und Verpacken von Textilien. Verschiedene Spediteure transportieren schließlich die Ware in alle Teile der USA. Fitzgibbon: „Die Verantwortung für die gesamte Logistikkette liegt aber komplett in unseren Händen.“
Märkte
Aufbruch zu neuen Ufern
Mit Sattler-Stoffen hat der Skipper eine Plane über dem Kopf, die ihn vor Regen, Wind und Sonne schützt. Das Material des österreichischen Herstellers ist nicht nur wasserabweisend, sondern auch atmungsaktiv – keine Selbstverständlichkeit bei Bootsabdeckungen. Die Persennings von Sattler zeichnen sich durch eine neuartige Struktur aus: Während die Crew im Trockenen sitzt kann durch das Gewebe die Feuchtigkeit, die sich unter der Bootshaube sammelt, nach außen entweichen. Inzwischen rüsten in ganz Europa Yachtbesitzer ihre Schiffe mit Abdeckungen von Sattler aus. Nun will das Unternehmen auch in den USA Fuß fassen. Ein ambitioniertes Vorhaben: Bisher ist der Markt für Markisen und Bootsdecken zu 95 Prozent in der Hand eines Herstellers.
„Wir wollen dieses Monopol brechen“, zeigt sich das Unternehmen aus der Steiermark angriffslustig. Da die Strukturen des Großhandels den Markteintritt erschweren, hat der Hersteller eine eigene Vertriebsorganisation gegründet– die European Outdoor Fabrics Corp. Unterstützt wird Sattler dabei von Weiss-Röhlig USA. Die Röhlig-Tochter hat bereits vor vier Jahren den Sprung über den Ozean gewagt und behauptet sich dort erfolgreich.
Partnerschaften
Maßgeschneiderte Dienstleistungen
„Ob Bootsverdecke oder Markisen – unsere Kunden verlangen Präzision und Schnelligkeit“, sagt Bernie Formal, Eigentümer von Foldtex. Sein Team lagert, schneidet und verpackt Spezialtextilien des Herstellers Sattler. Unmittelbar nach Auftragseingang suchen die Mitarbeiter von Bernie Formal je nach Kundenwunsch den passenden Stoff heraus – fast 100 verschiedene Sorten befinden sich im Lager von Foldtex. Gabelstapler bringen die schweren Rollen zu den Maschinen, wo die Textilien formgerecht zugeschnitten werden.
„Die Stoffe sind sehr teuer“, erklärt Bernie Formal. „Großen Verschnitt können wir uns nicht erlauben.“ Damit die Textilstücke schnell und akkurat zugeschnitten werden können, muss Foldtex ständig wissen, wie viel Stoff sich noch auf den Rollen befindet. Dabei hilft eine von Gebrüder Weiss entwickelte Software, die Weiss-Röhlig einsetzt. Nach dem Zuschneiden werden die Textilien gepackt und etikettiert. Hier ist Eile geboten: Noch am selben Tag soll die bestellte Ware an den Kunden gehen. Zu dem Auftrag kam Foldtex übrigens über eine Empfehlung. Bernie Formal: „Es hat sich herumgesprochen, dass wir maßgeschneiderte Dienstleistungen anbieten.“
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